Anreise: Am besten mit der EISENBAHN, entweder direkt mit Thalys via Köln oder mit der Deutschen Bahn via Mannheim/Karlsruhe oder mit Kombination aus ICE der DB bis Brüssel & weiter mit Thalys (Mehr dazu siehe unten)

 

Informationen zur genauen Lage und Erreichbarkeit der Wohnung innerhalb der Stadt erhalten Sie mit dem Mietvertrag zugesandt. Siehe auch Menüpunkt 'Umgebung'.

Lageplan siehe HIER

 

Meine Empfehlung zum Fahrkartenkauf im Internet:   www.trainline.de

Meine Empfehlung für die Buchung der Fahrkarten, wenn Beratung gewünscht wird:  (kompetente Beratung, Kenntnis aller Ermäßigungen, Zusendung der Fahrkarten per Post): Die Bahnagentur GLEISNOST

 

(Kritische) ANREISE-INFORMATIONEN: EISENBAHN

1) ab/über Aachen, Köln, teilweise auch ab Düsseldorf, Essen, Dortmund

Ab den o.g. Städten fahren fünfmal täglich „Thalys"-Züge nach Paris, Gare du Nord (Fahrtzeit ab Köln: 3h20').

(Nachdem es bei Einführung vom Thalys einen festen 2-Stundentakt mit 7 täglichen Verbindungen gab, wurde das Angebot bald auf 6 Abfahrten verringert, und seit Ende 2010 fahren nun nur noch 5 Züge.)

Da die Thalys-Gesellschaft ein eigenes Preissystem eingeführt hat, ist frühes Buchen ratsam, um die günstigen Sonderpreise zu bekommen.
Bahn-Card und Rail-Plus-Ermäßigung werden nicht anerkannt.
Nur 1 Tag im voraus gebucht, kostet die einfache Fahrt ab Köln 122 Euro (2018); deutlich günstiger wird es bei frühzeitiger fester Buchung (ab 35 Euro pro Strecke,

(Meine weitere Kritik an Thalys finden Sie unten auf der Seite zusammengefasst.)

Buchungsbeginn: Thalys-Fahrkarten sind 4 Monate vor dem Reisetermin erhältlich.

Als Alternative, wenn man es nicht so eilig hat:
Die Fahrt mit dem komfortableren ICE, mit Umsteigen in Mannheim oder Karlsruhe. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

2) ab Frankfurt und Stuttgart, auch München

- Deutsche Bahn und SNCF haben sich den Verkehr nach Deutschland auf der Neubaustrecke des "TGV Est" aufgeteilt, so daß Konkurrenz nicht stattfindet.
- Ab Frankfurt über Mannheim & Saarbrücken bzw. über Karlsruhe & Straßburg fahren meistens ICE-Züge (--> geräumig & komfortabel),
ab Stuttgart und München hingegen TGV (eher eng & schlicht).
- Die Bahncard (25(50/100) wird auch auf dem französischen Streckenteil anerkannt (25 % Ermäßigung).
- Bei der DB gibt es vorteilhafte Frühbuchertarife "Europa spezial Frankreich" ab 39 Euro.
- Fahrkarten "Europa spezial Frankreich" sind, im Gegensatz zu ähnlichen innerdeutschen Angeboten oder den Thalys-Niedrigpreisangeboten, bis 1 Tag vor dem Reisedatum stornierbar (unter Abzug einer Bearbeitungsgebühr).
- Dabei kann man Erstaunliches feststellen: Z.B. ergab die Abfrage einer Verbindung ab Köln, 1 Monat im voraus, als billigstes Angebot 89 Euro. Die gleiche Verbindung für die (weitere!) Strecke ab Düsseldorf war bereits ab 69 Euro erhältlich!
- Da in Frankreich im Fernverkehr Reservierungspflicht gilt, lässt sich ab/bis Deutschland nur eine Fahrkarte kaufen, wenn auf dem französischen Streckenteil ein Sitzplatz verfügbar ist.
Man kann jedoch auch ohne Fahrkarte in den Zug einsteigen und beim Schaffner eine Fahrkarte lösen, gegen Zahlung des sog. Bordaufpreises von 10 Euro. (Das funktioniert auch in der Gegenrichtung von Paris aus.)

Buchungsbeginn: Fahrkarten mit ICE/TGV sind 6 Monate im voraus erhältlich.

3) mit dem Nachtzug

= seit Dez. 2014 gibt es keine DB-Nachtzugverbindung aus Deutschland mehr nach Paris =
https://www.change.org/p/guillaume-p%C3%A9py-nein-zur-streichung-der-nachtzugverbindung-non-%C3%A0-la-suppression-du-train-de-nuit-berlin-paris

Die DB gab die Schuld daran der SNCF, die zu hohe Trassengebühren verlange. Dabei sei der Nachtzug Paris - Perlin immer stark ausgelastet gewesen. Die EU scheint diese fehlende Kooperationsbereitschaft der Staatsbahnen nicht zu kümmern.

Nachtzug ab Hamburg / Berlin, mit Umsteigen in Mannheim o. Freiburg/Br.

Mit dem Nachtzug der ÖBB von HH und Berlin (Richtung Zürich) ergibt sich eine aktzeptable Verbindung:
Ab HH-Altona, HH-Hbf (19.56h), Berlin-Spandau, B-Hbf (ab 22.12h), B-Südkreuz, Halle/S.
mit Umsteigen in Freiburg/Br. (an 06.20h, ab 06.52h)
an Paris Gare de Lyon 10.37 Uhr (von dort 10' Busfahrt oder 20' Fußweg zur Wohnung).
Noch frühere Ankunft ist mit (früherem) Umsteigen in Karlsruhe oder Offenburg möglich.

Nachtzug (ab Moskau)  via  Frankfurt/O. - Berlin - Erfurt - Frankfurt/M.:
Gelobt sei die Russische Staatsbahn, die ihren Fahrplan so angepasst hat, daß Paris von Berlin (u.a.) über Nacht doch noch direkt erreicht werden kann. (Wobei wegen der Wirtschaftskrise in Russland die Zahl der wöchentlichen Verbindungen gleich wieder reduziert wurde.)
Die Wagen sollen ruhig und komfortabel sein.
Fahrplan 2019:  Offenbar gibt es nur 1 Abfahrt pro Woche.
Die Agentur "Gleisnost" (s.u.) wird dazu Genaueres sagen können.
Abfahrt abends ab FfO / Berlin / Erfurt / FfM:  Donnerstag, Ankunft Paris-Est: Freitagmorgen
Rückfahrt abends ab Paris: Freitag, Ankunft: Samstagsmorgen
Weitere Informationen hier.
Für den Fahrkartenkauf empfehle ich Gleisnost.
Laut Auskunft von der Bahnagentur "Gleisnost" ist diese Schlafwagenverbindung 2 Monate im voraus buchbar.
Der Fahrpreis beträgt demnach pro Strecke 153,90 Euro.
Russische Schlafwagen sind nach meiner Erfahrung angenehm komfortabel.

Inzwischen fahren vermehrt Fernbusse (s.u.) auch über Nacht nach Paris, z.B. Flixbus aus verschiedenen deutschen Städte.
(O Wunder - es sind die Strecken, auf denen es bis vor einigen Jahren noch Nachtzüge gab. Die Nachfrage ist also weiterhin vorhanden, doch die staatlichen Eisenbahnen bedienen sie nicht mehr, und zudem verhindern DB und SNCF private Anbieter.)
https://www.flixbus.de/fernbus/paris
https://www.flixbus.de/nachtbus

Buchungungen für die Bahnanreise: Ich empfehle die sehr kompetente Bahnagentur GLEISNOST
Oder, ohne Beratung, für Selbstbucher im Internet: Trainline.
(Die weiterhin schlechte Buchungsplattform der SNCF schafft es nicht einmal, innerfranzösische Verbindungen korrekt anzuzeigen, geschweige denn grenzüberschreitende Fahrten zu ermitteln oder zu gar zu buchen; jüngst sollte ich für eine kurzfristige Thalys-Fahrt 161 Euro bezahlen, während dann (bei Trainline,de) der korrekte Preise von 110 Euro erhältlich war!)

 

ANREISE-INFORMATIONEN: FERNBUS

Von vielen deutschen Städten fahren Fernbusse nach Paris, so zwischen Köln & Paris zwei- bis dreimal täglich, bzw. über Nacht. (Man kann also zum Frühstück in Paris sein, was mit der Eisenbahn seit Wegfall der Nachtzüge nicht mehr möglich ist, allerdings ist eine Nachtfahrt in den engen Bussen kein Vergnügen.)
Fahrpreise: ab 19 Euro pro Strecke; selbst kurzfristig ist Köln-Paris für 23 Euro erhältlich.
www.flixbus.de

Der Busbahnhof "Gare Européene Internationale de Bus Paris-Gallieni" liegt an der Buslinie 76, welche in 25 Minuten über die Rue de Charonne bis vor die Wohnung fährt.
Der Halt "Paris Bercy" hat die Adresse 210 Quai de Bercy, von dort zu Fuß zur nächsten Seinebrücke und mit der Buslinie 61 bis nahe der Wohnung.

 

ANREISE-INFORMATIONEN: AUTO

In Paris sind Parkplätze im öffentlichen Straßenraum ein extrem rares Gut.
Geparkt wird gerne Stroßstange an Stoßstange, und Einparken "nach Gehör" ist nicht unüblich.

200 m von der Wohnung entfernt liegt ein Parkhaus, rund um die Uhr geöffnet.
Tarife: 31 Euro für 1 Tag, Wochentarif 113 Euro.
In der weiteren Umgebung lassen sich über das Internet auch billigere Parkhäuser finden.
Flüssiggasautos sind in Parkhäusern nicht zugelassen.

 

ANREISE-INFORMATIONEN: FLUGZEUG

Ich habe meine Wohnung zur "Nichtfliegerwohnung" erklärt.
Sie steht Gästen zur Verfügung, die nicht mit dem umweltschädlichsten Verkehrsmittel anreisen.

**********************************************************************************

 

Meine Kritik an Thalys habe ich in einem Leserbrief zusammengefasst

(Zum Artikel über die Thalys-Züge nach Paris, in: VCD Fairkehr 6/2008, Seite 22)

Hier in erweiterter und aktualisierter Form meine Kritikpunkte:

Ich meine, daß "Thalys" das Reisen unnötig kompliziert macht und keine Vorteile bringt.
Schnelle Züge zwischen Köln und Paris sind zu begrüßen, doch ließe sich das Angebot viel besser und attraktiver gestalten.
Leider hat man zwischen Köln und Paris auf direktem Wege keine Alternative, da DB und v.a. SNCF Konkurrenz anderer Anbieter zu verhindern wissen.
Zu erwägen ist die Fahrt mit Umsteigen in Mannheim, zumal dafür günstige "Europa-Spezial"-Angebote der DB im Angebot sind und die Bahncard auf der gesamten Strecke anerkannt wird.

Komfort:
Sehr enge Einstiegsbereiche, wenig Platz fürs Gepäck (da aber viele Reisende mit großen Gepäck unterwegs sind, werden die Türbereiche oft mit Koffern zugestellt, von Kinderwagen o.ä. ganz zu schweigen), enge Sitze und Gänge und nur 1 Tür pro Wagen - dadurch minutenlange Staus beim Ein-/Aussteigen (Kostbare Minuten werden durch die energiefressende Höchstgeschwindigkeit gewonnen, gehen aber beim Aussteigen wieder verloren...).
Regelmäßig kann der Regionalexpress nach Aachen im Kölner Hbf erst verspätet losfahren, da der Thalys, der kurz vorher fahren soll, wegen des Staus beim Einsteigen nicht planmäßig abfahren kann.

Keine Fahrplaninfos im Zug (in deutschen Fernzügen liegt ein informatives Faltblatt aus, zudem informieren Ansagen über Anschlusszüge, und im ICE sind Informationen per Leuchtanzeige verfügbar), statt Speisewagen nur Fast-Food im Barwagen (ohne Aufenthaltsqualität), kein Minibarservice, keine Kopfhöreranschlüsse, keine Reservierungsanzeigen an den Sitzen.
Pendler zwischen K und AC dürfen nur in Wagen 28 Platz nehmen und werden andernfalls (manchmal rüde) des Platzes verwiesen (was bezweckt diese Regelung eigentlich?) - inzwischen dürfen gar nur noch einige wenige Pendlier pro Zug einsteigen! Dies ist wiederum die Rache von Thalys dafür, daß sich die Deutsche Bahn das unkooperative Verhalten von Thalys nicht weiter bieten lassen wollte.
Enge Toiletten.  Fußstützen nicht für größere Menschen geeignet (man vergleiche mit den stufenweise arretierbaren und nach unten einklappbaren Fußstützen im ICE)

Ahnungslose Reisende werden in den (mit lautem Schmatzen öffnenden und sich unberechbar schließenden) automatischen Zwischentüren eingeklemmt. Immer wieder sieht man Reisende zögernd suchen, wie man die Türen öffnet (es scheint am Design der Türgriffe zu liegen...). Wer das Glück eines Sitzplatzes neben einer der Zwischentüren hat, kann Dutzende Male während der Fahrt beim Türgeräusch zusammenzucken.... Übrigens sind diese Griffe erstaunlich oft defekt.
Dieses lästige System wird in französischen Zügen unverändert seit über 25 Jahren verwendet!
Nur ein Beispiel für die durchdachte Konzeption deutscher Züge: Im ICE öffnet sich die Tür automatisch und geräuschlos und schließt sich niemals, wenn noch jemand im Durchgang steht.

Lustig auch das Design der 2010 neugestalteten Toiletten: Während auf die Fußhebel für den Wasserhahn verzichtet wurde, gibt es für den Abfallbehälter nun einen Fußhebel. Aber man muss schon Glück haben, ihn überhaupt zu bemerken. (Allerdings war er in den ersten Jahren sowieso meistens defekt.) Um darauf hinzuweisen, wurden inzwischen selbstgebastelte Klebepfeile angebracht.
Solcher Murks ist typisch für Frankreich - zwar in gewissen Bereichen durchaus charmant, aber letztlich ein Grund, warum auch in Frankreich technische Erzeugnisse "fabriqué en Allemagne" hoch geschätzt werden.
Die WC-Tür öffent sich so nach innen, daß es für das Betreten und Verlassen des WC unbequem ist .
Daß aus den Wasserhähnen kein Wasser kommt, ist im Thalys kein seltener Defekt.

Den Schalter für die Leseleuchten würde man unten am Sitz zwar nicht vermuten, doch ist er so grell beleuchtet, daß man ihn nicht übersehen kann. Warum aber gleich daneben der Knopf zur Sitzverstellung nicht beleuchtet ist, ist unklar: Geblendet durch den Leselampenknopf kann man ihn kaum sehen kann.

Unvorstellbar peinlich: In der Fahrplanbroschüre für 2010 war ein Zug nach Köln verzeichnet, der nicht verkehrte! Und dies sowohl in der Version für französische Reisende wie auch in der deutschen Version.  Französisch-belgische Schlamperei...

Tarifsystem:
Durch die Reservierungspflicht erscheint das Angebot von (inzwischen nur noch) 5 (kurzen) Zügen (anfangs waren es immerhin 7) immer ausreichend: Überfüllte Züge kann es somit nicht geben, doch wird auch nicht sichtbar, wo Bedarf an mehr Kapazität wäre. Wer keine Sitzplatzreservierung mehr bekommt, erscheint ja nicht am Bahnhof ja gar nicht erst am Bahnhof.
Spontanes Reisen wird unattraktiv. Wer kurzentschlossen eine Fahrkarte zum teuren Normalpreis kaufen will, muss damit rechnen, daß kein Platz mehr frei ist. Steigt man dennoch ein und kauft eine Fahrkarte beim Schaffner, sind 25 Euro Aufpreis fällig, und man darf auf dem Notsitz am Eingang Platz nehmen - sofern der nicht durch Gepäck verstellt ist.
Aber immerhin:Auf diese Weise kann man auch bei ausgebuchtem Zug noch mitfahren. Man muss es nur wissen - nirgends wird man über diese Möglichkeit informiert. Notfalls also: Einfach einsteigen und das Portemonnaie bereithalten!

Thalys Fahrkarten gelten nur zwischen Thalys-Halten. Für die Anreise (z.B. nach Köln oder Essen) und Weiterreise (z.B. in die französische Provinz) müssen eigene Fahrkarten gekauft werden.
(Einen sofortigen Überblick über den Reisepreise bietet in solchen Fällen www.trainline.com)

Da kann die Fahrt mit dem komfortablen ICE über Mannheim bis Paris-Est eine interessante Alternative sein, die ab Köln bzw. Nordwestdeutschland nicht viel länger dauert:
Dafür wird die Bahncard auch auf dem französischen Streckenteil anerkannt (25 % Ermäßigung). Die (über die Internetseite www.bahn.de und am Schalter erhältlichen) "Europa spezial"-Angebote sind oft sehr attraktiv (und können bis 1 Tag vor der Reise storniert werden!).

Gerade ärgere ich mich wieder über die Buchungsseite www.thalys. com: Nicht nur, daß sie sehr primitiv ist und die deutsche Version schlecht übersetzt ist - weder für die Hinfahrt noch für die Rückfahrt gelang es mir, eine Fahrkarte zu kaufen. Dies trotz mehrerer Versuche und bei Eingabe verschiedener Kreditkartennummern.
Besser ist es, bei der Bahnreiseagentur "Gleisnost" (s.o.) anzurufen - dort kennt man sich aus und kann alles weitere übernehmen. Oder eben Trainline.

Sehr großzügig auch der Tarif "Semi-Flex": Die Fahrkarten können bis eine Stunde nach Abfahrt des Zuges im Abfahrtsbahnhof zu 50 % erstattet werden. Das Dumme ist nur, daß die Thalys-Verkaufsstellen in Köln Hbf und Aachen Hbf sonntags gar nicht geöffnet haben; auch wochentags öffnet die Kölner Verkaufsstelle erst später als 1 h nach Abfahrt des ersten Zuges.

Noch ein Kritikpunkt:

Thalys gestattet die Fahrradmitnahme nicht (während diese in Frankreich in vielen TGV möglich ist).
Somit müssen Radreisende entweder auf den ICE ab Frankfurt oder Stuttgart ausweichen oder den Nachtzug (CNL) ab Berlin/Hamburg/Hannover/München/Stuttgart.
Das Erstaunliche: Jeder Zug verfügt vorne, zwischen dem Triebkopf und der 1. Klasse, über ein großes Lastenabteil (von außen zugänglich), das, soweit ich sehe, normalerweise leer ist und in dem m.E. problemlos Fahrräder und Kinderwagen Platz fänden. Einen Kinderwagen im Zug unterzubringen ist ebenfalls ein Problem. Aber nicht für die Thalys-Gesellschaft...

Alles ist "viel besser gegenüber 1990"?
Die Fahrzeit des Eurocity (EC36) zwischen Aachen-Köln betrug damals 37 Minuten, die Fahrzeit des Thalys heute (nach Streckenausbau!) 39 Minuten.
Bereits vor dem Ausbau der Strecke fuhr täglich ein Eurocity in 5 Stunden von Köln nach Paris.

Es gab zuvor keine grenzüberschreitenden Züge nach Brüssel? 1990 fuhren täglich 14(!) D/EC/EN-Langzüge, jetzt nur noch 5 Thalys- und 4 ICE-Kurzzüge.
Der Nachtzug Köln-Paris wurde mit Einführung von Thalys abgeschafft - früheste Ankunft in Paris nun erst um 10 Uhr! Mein Notartermin zum Kauf der Wohnung war um 9.30 Uhr in Poissy. Dafür konnte ich noch den (inzwischen abgeschafften) Nachtzug ab Frankfurt nutzen. Heutzutage muss man für solche Termine bereits am Vortag anreisen und dann eine Übernachtung einplanen. Ist das Fortschritt?
Weiterreise nach Südfrankreich? Dafür muss man einen ganzen Tag im Zug verbringen. (Woran auch der täglkiche ICE von Frankfurt nach Marseille nichts geändert hat.)

Ferienbeginn oder lange Wochenenden? Verstärkungszüge bei erhöhtem Fahrgastaufkommen gibt es bei Thalys nicht. Alles egal...

Mein Fazit: Das lustlose Angebot eines Monopolisten, das mit peinlichen Werbekampagnen als aufsehenerregend vermarktet wird.
Oder, wie das "Nachrichtenblatt 4/2010" von Pro Bahn e.V. es nennt: "Der aktuelle Fahrplan gleicht mit seinen nur noch fünf, nach französischer Meinung auf nachfragestarken Zeiten liegenden Abfahrten eher einem Programm zur Gewinnmaximierung als einem für die Fahrgäste attraktiven Angebot."

Wozu wurde mit Milliarden Euro an öffentichen Geldern die Strecke ausgebaut, wenn das darauf verkehrende Angebot so bescheiden ist?

ICH TRÄUME von der Wiedereinführung des Nachtzuges nach Köln (und weiter durchs Ruhrgebiet bis Münster z.B.) und von einem privaten Anbieter, der die direkte Strecke (ohne den Umweg über Brüssel) via Charleroi und St. Quentin in 5 Stunden befährt, mit einfachem Preissystem, für Menschen, die es nicht so eilig haben und die lieber in Ruhe, ohne monatelanges Vorausbuchen, nach Paris fahren wollen. Für beides sehe ich Potenzial. Leider fehlt mir das Kapital, um selbst solch ein Angebot zu verwirklichen...

Bis Mitte der 90er Jahre, vor Thalys, war es übrigens möglich, am (auch nachts geöffneten) Schalter im Kölner Hbf einfach eine Fahrkarte von Köln Hbf nach Spanien und zurück, gültig 2 Monate auch mit Fahrtunterbrechungen, zu kaufen und dann gleich loszufahren. Heute sind dafür diverse Einzelfahrkarten zu unterschiedlichen Tarifen nötig, und die Züge Thalys, TGV und alle Fernzüge in Spanien sind generell reservierungspflichtig und oft im voraus ausgebucht.. (Und das Kölner Reisezentrum schließt um 22 Uhr.)